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Was passiert mit der Libido in den Wechseljahren?

Die Wechseljahre der Frau, auch Klimakterium genannt, bezeichnet eine Lebensphase der hormonellen Umstellungen, in der sich eine gebärfähige Frau zu einer Frau wandelt, die keine Kinder mehr bekommen kann. Im Normalfall kommt eine Frau mit etwa 40 Jahren in die Wechseljahre, die auf das Leben beachtliche Auswirkungen haben kann. In den Eierstöcken wird immer weniger der weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron produziert, ein Eisprung bleibt immer häufiger aus. Mit der allerletzten Blutung mit etwa 53 Jahren setzt die Menopause ein.

In den Wechseljahren stehen die Frauen vor psychischen und physischen Herausforderungen, da sich im Körper viel verändert. Die klassischen körperlichen Symptome sind Hitzewallungen, Schweißausbruch und Nachtschweiß am Oberkörper, im Gesicht und am Hals gefolgt von teils starkem Frösteln. Individuell können eine trockene Scheidenhaut, Schlafstörungen und eine Zunahme von Körpergewicht beobachtet werden, da sich während der Wechseljahre der Fettstoffwechsel umstellt. Sie können für viele Frauen auch psychisch eine starke Belastung sein, die häufig die Sexualität in Mitleidenschaft zieht.

Wie sich die sexuelle Lust der Frau während der Wechseljahre verändert ist sehr individuell und deckt eine große Spannbreite ab. Etwa die Hälfte der Frauen entwickeln eine mehr oder weniger stark ausgeprägte sexuelle Unlust, die häufig auf der hormonellen Umstellung basiert, andere Frauen hingegen verspüren sogar mehr Lust auf Sex. Die Wechseljahre sind deshalb auch ein guter Zeitpunkt, um die eigene Beziehung neu zu beleben und an die neuen Bedürfnisse anzupassen.

Die Wechseljahre – wichtige Fakten

Wie der Name schon sagt handelt es sich bei den Wechseljahren um einen längeren Zeitraum, der von seiner Länge sehr unterschiedlich sein kann. Während bei einigen Frauen nur zwei bis drei Jahre bis zum Abschluss der Wechseljahre vergehen, können es bei anderen Frauen zehn Jahre oder sogar noch länger dauern. Die Wechseljahre sind in vier unterschiedliche Phasen unterteilt – der Prämenopause, der Perimenopause, der Menopause selbst und die Postmenopause, die die zehn Jahre nach der letzten Regelblutung umschreibt.

PRÄMENOPAUSE
Die Prämenopause kann bereits bei 30jährigen auftreten, die einen Mangel am Gelbkörperhormon Progesteron haben und das Hormongleichgewicht aus dem Takt bringen. In der Folge kommt es zu Stimmungsschwankungen und Depressionen, auch körperliche Beschwerden wie Migräne, Gelenkschmerzen oder einer Wassereinlagerung im Gewebe können vorkommen.

PERINOMENOPAUSE
Daran schließt sich die Perimenopause an, hinter der sich die eigentlichen Wechseljahre verstecken. In dieser Phase wird im weiblichen Organismus immer weniger Östrogen produziert. Da die Frau in geringem Maße auch männliche Geschlechtshormone produziert, gerät nun das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Hormonen aus dem Gleichgewicht. Es entstehen die typischen Symptome wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Nachtschweiß, aber auch Hautprobleme und vermehrtes Haarwachstum können auftreten. Durchschnittlich dauert die Perimenopause vier Jahre, kann aber zeitlich stark variieren. Während dieser Zeit ist die Frau oft leicht reizbar und depressiv.

MENOPAUSE
Etwa im 53. Lebensjahr setzt die Menopause und damit die letzte Regelblutung ein.

POSTMENOPAUSE
Danach setzt die Postmenopause ein, die anfänglich noch die gleichen Symptome wie die Perimenopause zeigt, aber immer weiter abklingen. In dieser Zeit ist es wichtig, dass die betroffenen Frauen der Bildung einer Knochenentkalkung, medizinisch Osteoporose, vorbeugen.

Treten starke Beschwerden in den Wechseljahren auf, die die Lebensqualität stark beeinträchtigen, können Frauenärzte eine Hormonersatztherapie mit einer Kombination aus Östrogenen und Gestagenen verschreiben, die allerdings nicht ganz nebenwirkungsfrei ist. Sind die Beschwerden nicht ganz so störend können pflanzliche Wirkstoffe, beispielsweise Soja, Rotklee oder Salbei, eingesetzt werden, um Linderung zu bringen. Außerdem sollten die betroffenen Frauen ausreichend Vitamin E zu sich nehmen, da dies eine antientzündliche Wirkung hat. Ein leichtes Bewegungsprogramm und eine gesunden Ernährung hilft zusätzlich, um die Beschwerden zu lindern.

Fühlen Sie sich nicht allein!

Auf Grund der Veränderungen des Körpers sind nicht selten große Zweifel an der Weiblichkeit die Folge. Der sich verändernde Hormonhaushalt oder das Gefühl des Weiblichkeitsverlusts können in Lustlosigkeit beim Sex und somit in einem Libidoverlust resultieren. Diese Entwicklung ist bei relativ vielen Frauen üblich.

In einer repräsentativen Studie wurde ermittelt, dass der Wunsch nach einer sexuellen Aktivität zwischen dem 50. Und 60. Lebensjahr durchaus noch vorhanden ist. Ab dem 65. Lebensjahr hingegen besteht bei der Hälfte der befragten Frauen kein Interesse an sexueller Aktivität mehr. Eine weitere Rolle im Prozess des Libidoverlusts kann mangelndes Selbstbewusstsein aufgrund der körperlichen und psychischen Reaktionen des Körpers auf die Wechseljahre sein. Unter anderem sind das Gründe wie übermäßiges Schwitzen, Hitzewallungen, Scheidentrockenheit oder aber eine Gewichtszunahme, die auf Dauer sehr lästig sein können.

Um einem Libidoverlust entgegenzuwirken, gibt es einige Behandlungsmethoden. Hierbei sind die chemischen Mittel, von den natürlichen stark zu unterscheiden. Entdecken Sie deshalb unsere große Auswahl an Libidoprodukten für Frauen.

Sexuelle Erregung in den Wechseljahren

Sexuelle Lustlosigkeit tritt bei etwa der Hälfte aller Frauen ein. Die andere Hälfte empfindet oft eine verstärkte Lust auf Sex. Wissenschaftlich belegt ist, dass Frauen prinzipiell fähig sind, Orgasmen bis ins hohe Alter zu verspüren. Frauen können in den Wechseljahren einen hohen Drang nach sexueller Aktivität haben, da sie keine Schwangerschaft mehr erwarten können oder ihre gesammelte Erfahrung ausnutzen.

Generell ist der weibliche Körper aufgrund der fehlenden Hormone aber langsamer erregbar. Es empfiehlt sich hier, neue Wege zu gehen, wie zum Sexspielzeug zu greifen oder aber Gleitgele zu verwenden. Ein ansprechendes Gleitgel ist zum Beispiel das YES Gleitgel auf Ölbasis, welches auch ohne Probleme nur zum Zwecke der Massage benutzt werden kann. Aus einer sinnlichen Massage entwickelt sich bekanntlich ja häufig mehr. Ein weiterer Vorteil des Gels ist es, dass es Scheidentrockenheit – eines der am häufigsten auftretenden Auswirkungen der Wechseljahre – natürlich und sanft entgegen wirkt.

Andropause – die Wechseljahre des Mannes

Von Wechseljahren sind auch Männer betroffen, selbst wenn nicht jeder Mann Symptome zeigt. Ähnlich wie bei Frauen lässt die Produktion der Sexualhormone bei Männern etwa ab dem 40. Lebensjahr nach. Die Männer sind zumeist müde und verlieren durch den sinkenden Testosteronspiegel gleichzeitig ihre Libido, in vielen Fällen zeigen sich zusätzlich Erektionsstörungen und Depressionen.

Der große Unterschied zu den weiblichen Wechseljahren liegt darin, dass der Testosteronmangel während der Andropause ein schleichender Prozess ist, der sich über Jahre hinziehen kann. Die klassischen Beschwerden wie der Libidoverlust, eine Potenzstörung und psychische Belastungen treten nur auf, wenn der Testosteronmangel zu plötzlich und zu stark abfällt.