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Was hilft gegen Hämorrhoiden?

In jedem menschlichen Körper sind zwischen dem Mastdarm und dem After Hämorrhoiden zu finden. Hierbei handelt es sich um stark durchblutetes Gewebe, dass zusammen mit dem Schließmuskel für den kontrollierten Stuhlabgang sorgt. Der Hämorrhoidalplexus – ein schwammartiges, breitbasisches Gefäßpolster – verschließt den Analkanal von innen. Dazu greifen die Hämorrhoidalknoten sternförmig ineinander, um den Anus abzudichten. Ohne diese Funktion wäre die anale Kontinenz nicht möglich, d. h. der Mensch könnte den Zeitpunkt seines Stuhlgangs nicht bewusst steuern. Während der Schließmuskel verhindert, dass unfreiwillig Stuhl austritt, sorgen die Hämorrhoiden dafür, dass das Halten von flüssigem Stuhl (Durchfall) und Gasen (Blähungen) vom Menschen bewusst kontrolliert werden kann.

In der Umgangssprache bezeichnen Hämorrhoiden die vergrößerten und nach außen sichtbaren Gewebeteile des Schwellkörpers. Das sogenannte Hämorrhoidalleiden ist mit Beschwerden wie analen Blutungen und Nässen sowie Juckreiz und Stuhlschmieren verbunden und macht im fortgeschrittenem Stadium zumeist eine Hämorrhoiden-Behandlung nötig. Am häufigsten sind Menschen zwischen 45 und 65 Jahren betroffen.

Hämorrhoiden und vor allem das lästige Hämorrhoidalleiden werden immer noch in der Gesellschaft tabuisiert. Grund genug, um auf dieser Seite die wichtigsten Informationen zu Hämorrhoiden zusammenzutragen. Denn das Hämorrhoidalleiden ist besonders in den Industriestaaten weit verbreite Krankheit, allein Deutschland gibt es jährlich schätzungsweise dreieinhalb Millionen Menschen, die wegen Hämorrhoidalleidens behandelt werden.

Stadien des Hämorrhoidalleidens

Das Hämorrhoidalleiden wird in vier Grade unterteilt. Je nach Schweregrad unterscheiden sich die Symptome. Der britische Chirurg John Cedric Goligher hat ein Klassifizierungssystem eingeführt, dass die Symptome dieser Krankheit in vier Phasen unterteilt.

Wenn es Betroffenen peinlich ist, über ihr Problem mit dem Arzt zu sprechen, sollten sie einen Tabubruch vornehmen und im Sinne ihrer Gesundheit dafür sorgen, dass es ihnen bald besser gehen kann. Auch bei der Behandlung des Hämorrhoidalleidens gilt, dass der Erfolg einer Therapie bei den ersten Beschwerden mehr Aussicht auf Erfolg haben wird.

GRAD 1
In dieser Phase sind die Hämorrhoiden von außen weder sichtbar noch zu ertasten. Innerhalb des Darmrohres wölben sich die Knoten leicht vor. Diese Vorwölbungen kann ein Arzt jedoch erkennen, wenn er ein Proktoskop in den Darm einführt.

Es treten in der Regel keine Schmerzen auf, manchmal zeigen sich hellroten Blutungen.

GRAD 2
Die Hämorrhoiden können in der zweiten Phase beim Pressen aus dem Analkanal vorfallen und werden so erstmals sicht- und tastbar. Nach kurzer Zeit ziehen sich diese aber wieder in den Darm zurück. Die Feinkontinenz ist bei diesem Grad schon teilweise gestört, was zu einer erhöhten Schleimsekretion führt.

Es kommt zu Juckreiz, Brennen und leichten Blutungen. Betroffene haben außerdem das Gefühl, den Darm nicht mehr richtig entleeren zu können.

BEHANDLUNG
In diesem Stadium reicht es auch, seine Ernährung zu ändern und sportliche Aktivitäten zu steigern. Es ist deshalb wichtig, auf eine ballaststoffreiche Ernährung und genügend Bewegung zu achten. Die unangenehmen Symptome können mit natürlichen Produkten gegen Hämorrhoiden leicht und effektiv angegangen werden.

BEHANDLUNG
Wie auch beim ersten Grad kann eine gesündere Ernährung und sportliche Aktivität die Situation deutlich verbessern. Da die Hämorrhoiden in dieser Phase bereits leicht vorfallen, besteht die Möglichkeit, dass der Arzt die Hämorrhoiden verödet.

GRAD 3
Die Hämorrhoiden können bei Anstrengungen und beim Stuhlgang vorfallen. In der Regel sind sie ständig zu sehen und auch zu ertasten. Allerdings lassen sich sich mit den Händen in den Darm zurückdrücken.

Es kann in diesem Stadium zu Nässen, Blutungen, Schleimabgang und Stuhlspuren in der Wäsche kommen. In dieser Phase können Hämorrhoiden außerdem erhebliche Schmerzen verursachen.

GRAD 4
Dieses Stadium ist mit einer sogenannten Analprolaps vergleichbar, bei dem der letzte Teil des Darms aus dem After herausfällt. Die geschwächten Hämorrhoiden liegen dauernd vor dem After und können nicht in den Darm zurückgeschoben werden.

Es kann zu Juckreiz, Schmerzen, Blutungen und einem Fremdkörpergefühl kommen. Außerdem kann Stuhl aus dem Darm entweichen.

BEHANDLUNG
Bei diesem fortgeschrittenem Stadium gibt es verschiedene Optionen. Eine Operation kann noch durch eine sogenannte Gummibandligatur vermieden werden. Dabei wird der vorfallende Teil der Hämorrhoiden abgeschnürt, sodass die Blutzufuhr an dieser Stelle unterbricht. Nach zwei bis drei Tagen sind die Hämorrhoiden abgestorben und werden zusammen mit dem Stuhlgang ausgeschieden.

BEHANDLUNG
Im letzten Stadium ist eine Operation unausweichlich. Die Entwicklung des Hämorrhoidalleidens ist so weit vorangeschritten, dass die Beschwerden und Symptome nicht mehr auf natürliche Weise behandelt werden können.

Ursachen von Hämorrhoiden

Obwohl etwa 70-80 % der deutschen Bevölkerung Hämorrhoiden-Komplikationen im Laufe ihres Lebens erfahren und es über 3,5 Millionen Hämorrhoiden-Behandlungen jährlich in Deutschland aufgrund dieser Problematik gibt, sind die Ursachen der Erkrankung noch weitgehend unbekannt. Die Deutsche Gesellschaft für Koloproktologie kam sogar zu dem Schluss, dass eine „valide epidemiologische Studien zur Prävalenz der Hämorrhoiden“ – also eine Studie, die sich mit der Häufigkeit von Hämorrhoiden – nicht vorliegt. Doch es gibt Risikofaktoren, die eine Erkrankung wahrscheinlicher machen. Dazu gehören Übergewicht, ein zu hoher Alkoholkonsum und eine Erkrankung der Leber.

Hämorrhoidalleiden treten zumeist im fortgeschrittenen Lebensalter auf. Vor dem 35. Lebensjahr sind Menschen selten betroffen. Frauen und Männer haben ein gleichermaßen hohes Risiko zu erkranken und unterziehen sich zu gleichen Teilen einer Hämorrhoiden-Behandlung. Ein Sonderfall stellt die Schwangerschaft dar. Viele schwangere Frauen entwickeln durch die hormonelle Umstellung im Körper und das Gewicht des Ungeborenen ein Hämorrhoidalleiden.

Eine erhebliche Rolle für die Erkrankung und den Verlauf scheint auch eine gewisse genetische Verlangung zu spielen. Besonders Personen mit Problemen im After, dem Mastdarm und einem hohen Druck im Bauch brauchen häufig auch eine Hämorrhoiden-Behandlung. Dabei konnte ein eindeutiger Zusammenhang zwischen chronischer Verstopfung (Obstipation) und notwendiger Hämorrhoiden-Behandlung in mehreren Studien belegt werden. Zudem wird vermutet, dass das Verhalten der Defäkation, welches durch die Verstopfung hervorgerufen wird, sich positiv auf die Bildung von Hämorrhoiden-Probleme auswirkt.

Darüber hinaus scheint auch die richtige Ernährung eine Rolle zu spielen, um Hämorrhoiden zu vermeiden. So leiden Afrikaner aus unterentwickelten Länder um ein Vielfaches seltener an Hämorrhoiden als Europäer und Amerikaner. Hierbei spielt die ballaststoffreiche Ernährung in unterentwickelten Ländern eine Rolle. Europäer und Amerikaner nehmen häufig zu wenig Ballaststoffe zu sich. Im Jahr 2005 konnte in einer französischen Studie nachgewiesen werden, dass scharfes Essen, große körperliche Anstrengung und ein erhöhter Alkoholkonsum sich negativ auf die Gesundheit auswirken und zu Hämorrhoiden-Behandlungen führen.

Anders als ursprünglich vermutet ist der Zusammenhang zwischen erhöhtem Körpergewicht und Hämorrhoiden-Leiden nur äußerst schwach ausgeprägt. Stress hat überraschenderweise sogar eine Schutzfunktion.

Behandlung von Hämorrhoiden

Grundsätzlich gehört die Behandlung von Hämorrhoidalleiden in die Hände eines erfahrenen Proktologen, also einem Spezialisten für Darmerkrankungen. Zur Linderung von Beschwerden lassen sich allerdings Maßnahmen ergreifen, mit denen Sie die Symptome bekämpfen können.

Versuchen Sie, durch regelmäßige Bewegung und Sport, eine gesunde, ausgewogene Speisen mit ausreichend Ballaststoffen und einem Flüssigkeitskonsum von mindestens zwei Litern täglich Verstopfungen zu vermeiden. Wenn der Stuhl weich ist lässt er sich besser und schmerzfrei ausscheiden. Um Reizungen und leichte Entzündungen zu behandeln können Sie sich ein Sitzbad mit Kamille machen, auch Zäpfchen oder Hämorrhoiden-Salben sind bei Reizungen eingesetzt werden.